Gedichte über Depressionen und Borderline!

Depression

Ich wollte, ich möchte...

Ich wollte leben,
aber war innerlich bin ich am sterben.
Ich wollte lieben,
doch fing ich an zu hassen.
Ich wollte glücklich sein,
Doch war ich traurig.
Ich wollte lachen,
Aber begann mich zu verletzen.
Ich wollte laut schreien,
Aber ich war zu leise.
Ich wollte geliebt werden,
Jedoch wurde ich von allen benutzt.
Ich möchte sterben,
Aber ich lebe immer noch.
Ich möchte allein sein,
Aber man lässt mich nicht ihn ruhe,
Ich möchte lieben.
Aber ich kann nur noch hassen.
Ich möchte schreien,
Aber ich bringe keinen Ton mehr raus.
Ich möchte verstanden werden,
Aber niemand versteht mich.
Ich möchte ewig schlafen,
Aber ich wache jeden Tag wieder auf...
Warum ist das Leben so ungerecht?
Ich will sterben aber ich lebe noch
Ich verstehe das nicht
Das ist so gemein
Ich halt das nicht mehr aus
Ich will nicht mehr
Ich kann nicht mehr
Und meine Kraft schwindet im Winde dahin
Ich sage nur noch
Es war ein schönes Leben

Stille EINSAMKEIT

Warum kannst du mich nicht verstehn?
und lässt mich immer alleine
im Regen stehn?
Voll Trauer
plagt es mich die ganze Nacht,
siehst du nicht,
was du mit mir machst?
Warum kann es nicht wie früher sein?
Statt dessen
lässt du mich jetzt immer allein
So tief sitzt der Schmerz
schon in mit drin
doch sehe ich darin keinen SINN!
Du sagst zwar jeden Tag
das du mich liebst,
doch ist es das nicht
was du mir gibst!
Auch wenn du bei mir bist
fühl ich mich alleine,
dich interessiert es ja nichtmal
wenn ich weine!
Doch jetzt seh ich es endlich ein
Ich bin verdammt dazu
auf ewig allein zu sein!
Nur noch der Tod
kann mir den Frieden geben...
...um nicht mehr in Einsamkeit zu leben!!!
Doch bin ich zu Feige
den letzten Schritt zu wagen,
drumm werd ich für immer
still in Einsamkeit klagen.

Wohin fährt mein Weg?

Ich möchte wieder glücklich sein,
Doch ich werde immer unglücklicher.
Ich will wieder echt lachen können,
Dich die Tränen häufen sich immer mehr.
Ich möchte lieben können.
Doch der hass hat sich eingeschlichen.
Ich möchte wieder richtig leben können,
Doch die Gedanken über den Tod verdecken das.
Die momentane Situation wächst mir über den Kopf,
ich kann nicht mehr.
Ich bin verzweifelt,
Weiß nicht mehr weiter.
Ich möchte nachdenken,
Doch das kann ich nicht mein Kopf ist leer.
Ich möchte verstehen können,
Doch in Wirklichkeit versteh ich nix mehr.
Ich möchte vertrauen können,
Doch kann ich noch vertrauen?
Ich möchte so viel und doch so wenig,
Doch in Wirklichkeit,
weiß ich selber nicht was ich will.
Ich frage mich nur immer,
"Wohin fährt mein Weg?"
In die Hölle, in den Himmel,
In das Licht oder weiter ins verderben?
Zieht er mich weiter runter,
Oder macht er mich glücklich?
Die Fragen häufen sich,
Meine Gedanken drehen sich.
Die Fragen werden zu viel,
Ich kann sie nicht mehr beantworten.

Depressionen

Starre Blicke ins Nix
Die Leere in einem Verzweifelte Augenblicke
Die Schnitte die man sich zufügt
Sind stille Schreie die keiner bemerkt
Die keiner wahrnehmen will
Man will allein sein
Den ganzen Tag im Bett liegen
Man kann nix mehr vernünftig machen
Ist lustlos und Träge
Man ist in seiner leere gefangen
In seinem eigenem Körper
In der Hölle im Nix
Überall wo man hinsieht
Ist es schwarz
Man sieht kein Lichtschimmer mehr
Nirgends wo alles Dunkel
Man fängt an sich zu hassen
Sein Leben zu hassen
Gedanken über den Tod Kommen hoch
Man ist so verzweifelt
Das man nicht mehr weiß
Was man tut
Und ob es noch gut ist
Zu leben wenn man sich eh nur quält
Schlimme Gedanken lassen einen Nicht schlafen
man liegt wach
Starrt in die Leere
In die Einsamkeit
In die Hölle
Wo man sich befindet
Es ist ein Gefängnis
Man will raus doch es geht nicht
Man ist gefangen
Und ob man je wieder richtig leben kann
Glücklich sein kann
Das steht in den Sternen.

Du wirst mich niemals...

Du wirst mich niemals kennen,
denn alles ist nur Schein,
ich ließ mein Herz verbrennen,
verflucht, lebendig tot zu sein.
Nun wandel ich allein,
mein Geist erfüllt von Sorgen,
höre meine Seele schreien,
aus der Dunkelheit, verborgen...
Was nennst du denn Leben,
eine Welt, ganz ohne Schmerz?
Sie hat es nie gegeben...
auch nicht für mein Herz...
Still kehre ich zurück
und lasse dich allein,
erfüllt von dem tiefen Glück,
Gefühlskalt, lebendig tot zu sein...

Ich fühl mich ganz wund...

Ich fühl mich ganz wund,
wund und verwundbar,
jedes Wort knallt durch meinen Kopf,
ohne Aufenthalt direkt in mein Herz...
auf meine schon so wunde
Seelenoberfläche
schlägt dort ein,
hinterlässt dort ein tiefes
offenes Loch,
diese Wunden heilen schwer-
aber man kann eine kranke,
wunde Seele nicht sehen...

Borderline

Das Mädchen im Spiegel

Das Mädchen mir gegen über,
blickt sehr traurig!
Ihre Haut ist ganz blass,
der Blick so leer!
was ist bloss los mit ihr!
Sie möchte etwas sagen
doch sie schweigt!
Sie hat Angst,
Angst vor dem
der ihr das angetan hat!

Weißt du wie es ist?

Weißt du wie es ist
Alleine unter vielen Menschen zu sein
Weißt du wie es ist
Dauernd mit sich selbst zu kämpfen
Weißt du wie es ist
Immer wieder zu hoffen
und Hoffnung zu verlieren
Weißt du wie es ist
Wenn man trockene Tränen weint
Weißt du wie es ist
Wenn man lacht um nicht zu weinen
Weißt du wie es ist
Wenn man verstummt um gehört zu werden
Weißt du wie es ist
Wahre Lügen zu erzählen
Weißt du wie es ist
Zu leben obwohl man tot ist

So viele Gedanken

So viele Gedanken
Total verwirrend
Schwer zu sortieren
Kaum kontrollierbar
Impulsartiges Handeln
Komplizierte und verquere Denkweisen
Ein Gefühl des eingesperrtseins
Teilnahmslos
Scheinbar gefühlskalt
Ständig eine Maske tragen
Niemandem zeigen wie es drinnen ausieht
Schauspielern
Die Gedanken einfach wegsperren
Niemanden belasten
Sich gefangen fühlen
Gefangen im Gedankenknast

Der Hass auf das Selbst

Wenn man mich grade sieht
denkt man ich koche innendrin,
doch ich koche nicht,
dazu komme ich gar nicht.
Denn die Flammen werden getrocknet...
Getrocknet von den
Millionen von Tränen
die in mir fliesen!
Sie sammeln sich an, wie eine Fütze
eine Fütze aus Wut Trauer
Ettäuschung und Hass.
Der Hass auf das Selbst.
Der Hass
der nur aus den Körper fliest
mit Blut aus Wunden
Wunden die ich mir selber zufüg..

Blut VS. Borderline

Zwei Kontraste ergeben ein Bild
das aus reiner Qual besteht
kein Schmerz wird je gestillt
solange nicht die Zeit vergeht
gefangen in der Einsamkeit
Wohlbefinden überkommt mich
es beginnt von vorn das Alte Leid
Meine Haut küss ich mit Messers Stich
Abwärts fließt das Rote weiter an den Händen
schnellen Schmerz vollzogen
um mich selbst zu schänden
jeden Tag aufs neue
die pure Lust erleben
Für meine Schmerzen zeig ich keine Reue
denn mehr als mich kann ich nicht geben
in einem Sog ziehts mich hinab
starre Sinne so wie aus Stein
Der Platz meiner Haut wird langsam knapp
ich muss mich beeilen die Sucht holt mich ein
entfliehen kann ich längst nicht mehr
Geborgenheit umgibt mein Sein
Leid zu sehen gefällt mir sehr
es wäscht mir meine Seele rein
mich überkommt der Gedanke
neue Schmerzen zu erproben
ich sag zu meinen Strick jetzt danke
unbeschreibliches Gefühl mich selbst zu loben
hier und jetzt alles beenden ?
Seh ich doch vor mir das Licht ?
War es wert mich zu schänden?
Oder ist es das Tier in mir
das zu mir spricht ?
Was wirst du tun ?

Ich kenne ein Mädchen...

Ich kenne ein Mädchen,
sie versteckt ihre Gefühle,
sie kann ihre Träume nicht mehr finden!
Sie verliert den Verstand,
wenn sie den nicht
schon längst verloren hat.
Sie fällt, sie fällt,
bald ist die an der Grenzlinie!
Sie kann keinen Platz finden,
wo sie sich wohlfühlt.
Sie gibt sich die Schuld an allem.
Sie wird von anderen beleidigt,
und sie glaub auch noch,
was sie sagen!
Sie ist eine Versagerin, das denkt sie!
Sie irrt in dieser Welt umher
ohne Ziel vor Augen.
Sie ist unnahrbar geworden.
Sie läst keinen mehr an sich heran
Sie ist innerlich verloren.
Ich kenne dieses Mädchen,
wenn ich in den Spiegel schaue!

"Ich sehe..."

Ich sehe DICH, Dich und all deine Tränen...
das schreien in dir,
deine Liebe ganz tief in dir,
sehe mehr, viel mehr als du denkst,
du weinst, alles zittert. Es tut weh...
ich will dir meine Hand reichen,
doch du blickst mich nur verwirrt an.
Ich umarme dich,
doch statt warmer, weicher Haut
spüre ich nur kaltes, hartes Glas.
Zu spät habe ich erkannt,
Du bist der Spiegel.
Der Spiegel meiner Seele!!

Zu lange schon...

zu lange schon
versuche ich mein leben
vor den anderen zu verstecken
zu lang schon
versuche ich mich
zu töten
zu lange schon
ritze ich mich
zu lange geht
diese schreckliche sucht nun schon
an ein ende ist nicht zu denken...
es tut gut das blut zu sehen...
den schmerz fühlen zu können...
das blut zu sehen...
ohne ihn wäre ich verloren
ein nichts...
zu lange schon
wehre ich mich gegen ihn...

Guten Tag, der Herr, die Dame

Guten Tag, der Herr, die Dame,
Gestatten, Borderline, so ist mein Name.
Sie kennen mich nicht?
Das ist nicht schlimm.
Ich werd' Ihnen erzählen, wer ich bin.
Eine Krankheit, doch man sieht sie nicht,
aber trotzdem immer öfter man
über sie spricht.
Wir Bordis sind wirklich ganz Liebe,
auch wenn wir oft verteilen Hiebe,
und die nicht immer auf den Feind,
sondern sehr oft gegen den Freund.
Dieser es gar nicht begreifen kann,
wenn er doch lieb ist,
was bleibt ihm dann?
Kommt er uns nah, ganz in Vertrauen,
stoss'n wir ihn weg, er soll abhau'n.
Geht er fort, sind wir zerrissen,
weil wir im Herzen ihn so vermissen.
Der Tod uns oft als Ausweg erscheint,
doch das bin nicht Ich, die das meint.
Die Seele weint, das Herz trauert,
das heißt aber nicht,
dass es lang andauert.
Im nächsten Moment empfinden wir Glück,
und das an Borderline ist die Tück'
In einem fort hin und her gerissen,
kämpfen wir Bordis stets verbissen
um ein Quentchen Glück
und ein bisschen Frieden,
sind wir doch Menschen,
die auch wollen lieben.
Der größte Hass, uns selber gilt,
wir können nicht umgehen mit uns mild.
Stets wir uns messen an Extremen,
dieser Weg nicht zählt zu den Bequemen.
Oft erscheint uns das Leben so schwer,
dass wir sagen: ich will nicht mehr!
Die Zweifel, die so stark an uns nagen,
sind beileibe fast nicht zu ertragen.
Die innere Qual und ohnmächt'ge Wut,
nehmen uns gänzlich jeglichen Mut.
Aggression, das erlebt manch einer,
mit Absicht wehtun,
das will von uns keiner.
Doch die Verzweiflung,
die sich macht breit,
bringt uns immer wieder so weit.
So können wir uns oft nicht spüren,
und das kann leider dazu führen,
dass wir uns verletzen
und uns schneiden,
um so die Leere
aus dem Geist zu vertreiben.
Der Schnitt, der macht keine Schmerzen,
aber doch gibt´s dann im Herzen,
ein wenig Luft, und das alleine
bringt uns ein bisschen auf die Beine.
Schwarz und Weiß, so ist uns're Welt.
Grau, sich nicht dazugesellt.
Für andere ist das schwer zu verstehen,
das ist uns klar,
doch muss man auch sehen,
dass wir wahrhaftig die Täter nicht sind,
sondern Opfer,
und dies meist schon als Kind.
Als Kind bereits übel missbraucht,
ist unser Glück als Erwachsene verraucht.
So sensibel wir auch sind,
so eins ist klar,
wir sind immer für die and'ren da,
gerade weil wir wissen, was es heißt,
wenn die Seele leidet, uns zerreißt,
können wir mitfühlen
und in Nöten die verzweifelten Gedanken
des and'ren töten.
Arrogant und borstig, so heißt es immer,
doch das stimmt nicht, nie und nimmer.
Um vor inn'rer Qual uns zu retten,
müssen wir uns hinter
‘ner Fassade verstecken.
Wir tragen ‘ne Maske, die uns schützt,
doch ist die Frage, ob sie was nützt?
Schau'n wir uns an, ins ehrliche Ich,
kommt von allein ganz unweigerlich,
Der innere Schrei, nein,
so will ich nicht sein,
und wieder wir wechseln
zum trughaften Schein.
Dann reden die and'ren mit uns
wie mit jedem,
das aber geht leider oft stark daneben.
Denn allzuoft
führt ein Wort mitunter dazu,
dass für uns die Welt geht unter.
Das versteh'n dann die and'ren nicht
und bringt sie aus dem Gleichgewicht.
Doch, was soll'n wir machen,
um zu leben und dennoch
nicht zuviel von uns preiszugeben?
Es ist ein wahrhafter Drahtseilakt,
den wir vollführen, und bitte gebt acht,
vielleicht gibt's ‘nen Freund,
der euch nahesteht,
dem es ganz genauso geht.
So denkt dann an die Zeilen von heut'
und so könnt ihr dann vielleicht
so manchem Freund helfen soweit,
dass er sich traut
und von der Maske befreit.

 

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